"Die höchste der Arzneien aber ist die Liebe" - Paracelsus (1493-1541)

 

 

Anthroposophische Medizin

Was ist Anthroposophie?

Anthroposophie ist eine Erkenntnismethode zur Ausbildung unserer Denk-, Gefühls-, und Willenskräfte.
In der Medizin stellt sie eine Erweiterung der schulmedizinischen Medizin dar und verbindet die physischen, seelischen und geistigen Dimensionen des Menschen in der Diagnose und in der Behandlung.

Was verstehen wir unter Anthroposophischer Medizin?

Die anthroposophische Medizin sieht ihre Aufgabe in der Erweiterung und Ergänzung der konventionellen Medizin. Sie geht auf die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse Rudolf Steiners zurück. Dieser weist in seinem umfangreichen Werk auf den geistigen Ursprung alles Sichtbaren und Materiellen in unserer Welt hin.

Wie die Naturwissenschaft die physischen Grundlagen der Materie erforscht, bemüht sich die Geisteswissenschaft um die Erforschung der geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die anthroposophische Medizin schlägt integrativ eine Brücke zu beiden. Für sie bildet der Mensch eine individuelle Einheit von körperlichem und seelischem Leib in vier Ausdrucksformen, den vier Wesensgliedern:

Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Diese entsprechen unserem mineralischen Körper, der Vitalenergie, der Seele und dem Geist, Der Mensch steht im Brennpunkt von kosmischer, geistiger und irdischer Wirksamkeiten. Krankheiten entstehen durch Verschiebung innerhalb der Wesensglieder: "Krankheit ist Gesundheit am falschen Ort", ist die Definition Rudolf Steiners des Begriffes Krankheit.

Anthroposophische Medizin Mit Hilfe dieser Erkenntnisse sucht die anthroposophische Medizin die spezifischen Arzneimittel und Therapien zu finden, um Heilung des individuellen Menschen zu ermöglichen.

Die Therapie versucht den harmonischen Ausgleich innerhalb der Wesensgliederung wieder zu erreichen. Der Patient arbeitet aktiv und selbstverantwortlich mit an seinem eigenen Heilungsprozess. Aktive Mitarbeit und Eigenverantwortlichkeit werden in der anthroposophischen Medizin bei allen Behandlungsmethoden gefordert. In Ergänzung zu den spezifischen Heilmitteln gibt es die künstlerischen Methoden wie Heileurythmie, Mal- und Musiktherapie, Sprachgestaltung und Plastizieren. Diese werden nach ausführlicher und sorgfältiger biographischer Anamnese der Krankheitsursachen individuell mit guten Heilerfolgen angewandt.

Dazu gehören persönliche Zuwendungen in Form von intensiven Gesprächen in Form von individueller Biographiearbeit und Biographieberatung. Eine besondere Therapieform der anthroposophischen Medizin stellt die anthroposophische Metalltherapie dar. Sie geht auf die Anregung Rudolf Steiners zurück, der darauf hinwies, dass die Kräfte der Planeten unseres Sonnensystems eine intensiv formende Wirkung auf die Organe des menschlichen Körpers haben. Diese Kräfte wirken mit Hilfe von verschiedenen Metallen. So wirken in feinstofflicher Form der Planet Mars über Eisen auf die Gallentätigkeit, die Venus über Kupfer auf die Nierentätigkeit, die Sonne über Gold auf die Herztätigkeit. Das sind Kräfte, die nicht nur die materielle, sondern auch die seelische und geistige Seite des Menschen beeinflussen. Dadurch eröffnen sich neuartige und ungewöhnliche Therapiemöglichkeiten.

Eine weitere typisch anthroposophische Therapie ist die Misteltherapie. Rudolf Steiner wies daraufhin, dass die Mistel, eine uralte Pflanze, die in der Erdenentwicklung zurückgeblieben ist, Heilwirkung bei Tumorerkrankungen haben müsse. Umfangreiche Forschungen und jahrzehntelange Anwendungsbeobachtungen und eine große Anzahl von Studien bestätigen diese Hinweise. Die Misteltherapie wird seit über 90 Jahren erfolgreich bei verschiedensten Krebserkrankungen eingesetzt.

Anwendungsgebiete der anthroposophischen Medizin

ist der ganze Mensch mit physischem Körper, Ätherleib und Astralleib mit der ganzen Vielzahl von möglichen Krankheiten wie z.B.

  • chronische orthopädische Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme
  • Burn-out Syndrom
  • Allergien
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Infektanfälligkeiten
  • Lebenskrisen, Schicksalsfragen, Sterbebegleitung
  • Tumorerkrankungen
  • funktionelle Erkrankungen